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 Blendende Musiklaune….was diesen Abend so bemerkenswert macht, ist seine Detailfreude: bei den dynamischen Kontrasten ebenso wie in einer mustergültigen, sorgfältigen Phrasierung   
‚Das kann man sehr schön aus der Interpretation des Philharmonischen Orchesters und des SWR-Experimentalstudios unter der bestechenden Leitung Daniel Carters heraushören. Die oszillierenden, nervösen Klänge finden eine präzise, dynamisch äußerst umsichtige Realisation, die keine Vergleiche zu scheuen braucht….Großer Beifall – auch vom Komponisten [Peter Eötvös].‘ Badische Zeitung, 11.03.2018 Nicht hoch genug rühmen kann man Daniel Carters umsichtiges und präzises Dirigat. Und auch was das Philharmonische Orchester mit den rhythmischen Vertracktheiten und klanglichen Extravaganzen der Partitur anstellt, ist auf der Höhe dessen, was in den Zentren der Musica-nova-Interpretation geschieht.‘ Badische Zeitung, 11.04.2016 Apropos Ouvertüre: Da zeigt Daniel Carter am Pult des Philharmonischen Orchesters, welch eine rundum sympathische Mozart-Lesart zu erwarten sein würde…Die kann sich unter Daniel Carters Dirigat trefflich entfalten…Keine Frage, dieser Dirigent kann Mozart, was ja nicht selbstverständlich ist. ‘ Badische Zeitung, 30.05.2016 ‚Und mit Daniel Carter als musikalischer Leiter…fröhlich musiziert das Orchester, obwohl die Frauen ihr verlorenes Lebensglück besingen. Das ist leicht, das ist Mozart pur, das hat Klasse.‘ Südkurier, 30.05.2016 ‚Das Philharmonische Orchester Freiburg kann unter der souveränen Leitung des ersten Kapellmeisters Daniel Carter die verschiedenen Stile und plötzlichen Stimmungswechsel problemlos bedienen‘ Neue Zürcher Zeitung, 08.01.2017 Die stilistisch vielfältige Musik ist beim Philharmonischen Orchester Freiburg unter dem
für den erkrankten James Holmes eingesprungen Daniel Carter in besten Händen. Ob
beim Madrigal «Ho Billy, O, die Frühlingslüfte wehen» (mit Luis Buñuels und Salvador
Dalìs Film «Ein andalusischer Hund» auf der Leinwand) oder bei der Polka «Der Frühling
kommt», ob kraftvoller Blues mit geschärfter Brass-Section («Women Club Blues») oder
schmalzige Ballade («Ich erinnere mich gut») – der Sound wird im Orchestergraben auf
Hochglanz poliert.‘ Neue Zürcher Zeitung, 11.12.2017 ‚Wie anders die Musik selbst, die vom Philharmonischen Orchester Freiburg unter der Leitung von Daniel Carter so umgesetzt wird, als habe das Orchester nie etwas anderes gespielt als Neue Musik.‘ Südkurier, 10.04.2016 ‚Es wählt stattdessen Tempi, die das Ohr auf die Bauweise, die Instrumentalfarben und die raffinierte Dynamik lenken. Auch später am auffälligsten: die feinfühligen Abstufungen, der häufig schwebende Klang und der betont unklebrige Fluss auch in den Trauermusiken. Und auch bei Carter und dem Philharmonischen Orchester ist und bleibt die Serenadenleichtigkeit im Elysium ein Wunder.‘ Badische Zeitung, 01.06.2015 ‘Unter der souveränen musikalischen Leitung von Daniel Carter’ Neue Musikzeitung, 18.06.2017
‘Conductor Daniel Carter makes an auspicious mainstage debut, leading the redoubtable Orchestra Victoria in a confident, unflustered manner. Carter’s management of the orchestra, six singers and four percussionists on stage in [Elliott Carter’s] What Next? is quite extraordinary.’  Herald Sun, 19.08.2012 ‘All of the musicians negotiated a rich and complex score [Elliott Carter What Next?] under the expert guidance of Daniel Carter with considerable finesse.’  ArtsHub, 17.08.2012  Blendende Musizierlaune Das Philharmonische Orchester unter Daniel Carter. Es beginnt mit einer Avance an das von ihm so verehrte Genie: Die einleitenden Fanfaren in E.T.A. Hoffmanns Es-Dur-Sinfonie erinnern an jene, mit denen Mozart seine "große" Sinfonie gleicher Tonart KV 543 beginnt. Doch das Allegro molto-Finale verweist schon deutlich in Richtung des jüngeren, späten Zeitgenossen Felix Mendelssohn Bartholdy und seiner frühen Streichersinfonien. Womit der inhaltliche Bogen eines faszinierenden Konzertabends des Freiburger Philharmonischen Orchesters umspannt ist – zwischen Klassik und junger Romantik. Und Daniel Carter, Erster Kapellmeister am Theater, und das Orchester präsentieren sich in blendender Musizierlaune, vor allem aber – exzellent präpariert. Was diesen Abend im gut besuchten Konzerthaus so bemerkenswert macht, ist seine Detailfreude: bei den dynamischen Kontrasten ebenso wie in einer mustergültigen, sorgfältigen Phrasierung. Und nicht zuletzt der Zusammenklang, der die Muster der historischen Aufführungspraxis – etwa schlackenfreier Ton, scharfe Punktierungen – mit einbezieht, gleichzeitig aber die Tugenden eines modernen sinfonischen Klangkörpers unterstreicht. Besonders gefällt Carters Methode, Themen und Motive am Ende abzuphrasieren, um vertikale Strukturen deutlich herauszuarbeiten. So etwa beim berühmten Mozart- Klarinettenkonzert A-Dur KV 622, in dem das Orchester sowohl in seinen Solopasssagen wie auch beim Accompagnieren mit beispielhafter Clarté – Helligkeit – und Durchsichtigkeit agiert. Und mit herrlich flüsternden Piani... Das Ereignis freilich hier ist die Solistin: Sonja Villforth. Die Soloklarinettistin im Philharmonischen Orchester macht den Solopart dieses so bekannten Werks zu einer neuen, taufrischen Entdeckung. Zumal es ihr gelingt, mit ihrem Spiel den Klang der Bassettklarinette, für die Mozart ursprünglich sein Konzert verfasst hat, zu imaginieren: mit warmer, resonanzreicher Tiefe und einer spielerischen Leichtgängigkeit bis hinauf in die herrlich runden Höhen. Ein Erlebnis. Auf solchem Niveau ist auch die Interpretation von Mendelssohns "Reformationssinfonie" angesiedelt. Weltentrückt, ganz transzendent gestalten Carter und die Philharmoniker die großartige Andante-Einleitung, ehe das Allegro con fuoco – mit Feuer, aber nicht als Raserei – seinen Lauf nimmt. Auch in dieser Interpretation zeigt sich die sorgfältige Durcharbeitung, bei der keine noch so virtuose Begleitfigur zur Nebensache wird. Das Ergebnis: eine Interpretation, spannend wie ein Krimi – anno 1830! Alexander Dick, Badische Zeitung, 09.11.2017